Alessandro Giaquinto

Alessandro Giaquinto unterrichtet Contemporary Dance und Choreografie mit Fokus auf künstlerische Tiefe, klare Bewegungssprache und individuelle Ausdrucksentwicklung.

Tänzer. Choreograf. Impulsgeber.

Alessandro Giaquinto wurde in Scandiano (Italien) geboren und wuchs in Reggio Emilia auf. Nach Beginn seiner Tanzausbildung an der Privatschule Progetto Danza in Reggio Emilia und seinem Abschluss an der John-Cranko-Schule in Stuttgart (Deutschland) trat er dem Stuttgarter Ballett bei, wo er fünf Jahre später zum Demi-Solisten befördert wurde. Neben dem klassischen Repertoire, das Werke von John Cranko, Kenneth MacMillan und George Balanchine umfasst, arbeitete Giaquinto mit weltbekannten Choreografen wie William Forsythe, Jiri Kylian, Akram Kahn und John Neuemeier zusammen, und Künstler wie Marco Goecke, Johan Inger, Edward Clug, Mauro Bigonzetti, Christian Spuck und Douglas Lee schufen neue Rollen für ihn.

Seine eigene choreografische Laufbahn begann mit Elegia, das für den Abend Noverre: Junge Choreografen des Stuttgarter Balletts geschaffen wurde. Nachdem er in den folgenden Jahren zwei weitere Werke für denselben Abend geschaffen hatte, erhielt Giaquinto mehrere Aufträge vom Stuttgarter Ballett, dem Literaturarchiv Marbach, Jacob Jonas The Company und renommierten italienischen Festivals.

Giaquintos choreografisches Schaffen beschränkte sich jedoch nicht auf Werke für die Theaterbühne, im Gegenteil: Dank glücklicher Kooperationen mit Filmregisseuren und vor allem mit der bildenden Künstlerin Chiara Bugatti hatte er die Möglichkeit, den Tanz aus den vorgegebenen Mustern des Theaters herauszulösen und ihn in einen Diskurs einzubeziehen, der den Raum als Ausgangspunkt und Bezugspunkt für den kreativen Prozess und die Performance nutzt.

Seine detailorientierte künstlerische Sprache konzentriert sich darauf, „das Individuum und das Kollektiv in ihrer verflochtenen und doch konfliktreichen Beziehung (Linnea Bake)“ darzustellen. Themen wie Spiritualität, Kollektivität, Zuneigung, Gewalt und Tod sind Konstanten in seiner künstlerischen Praxis, die präzise theatralische Bilder und komplexe Formulierungen verwendet, um eine feine Grenze zwischen dramatischer Spannung und herzerwärmender Entspannung zu finden.

Als Autor hat Giaquinto Artikel für das Magazin TANZ und das Online-Magazin THE THOUGHT geschrieben. Edizioni Dialoghi hat seinen Roman „La forza di chi non è solo“ (2021) und den Gedichtband „Distillato d’abbandono“ (2024) veröffentlicht.